Von Speck und Glück
Ich hab Speck angesetzt.
Nicht nur um die Hüftgegend (ganze fünf Kilo seit Rauchstopp!), sondern auch auf der Seele. Ich bin ziemlich froh drüber, dass es da draußen wen gibt, mit dem ich schlafen könnte, wenn ich wollte.
Ich fühle mich erfolgreich im Moment. Geschäftsessen, "Meetings", Generalversammlung bis spätnachts, der Frühflug nach Wien, die Nacht unter vier Sternen, 1. Klasse zurück, die 200-Euro-Laptop-Tasche, die sein musste und in der Mittagspause geshoppt wurde ...
Nur zuhause frage ich mich manchmal, ob dieses Leben auch zu mir passt. Wenn ich in weißen Dancing-Pants von H&M und dem grauen Kapuzen-Pulli (auch H&M) auf meiner Ikea-Couch sitze und aus meiner Barbapapa-Müslischüssel Spaghetti mit Biopesto esse zum Beispiel. Oder Bier aus der Dose trinke.
Ich frage mich auch, ob ich als Studentin mit fettem Minus am Konto und so ganz ohne 200-Euro-Handtaschen nicht eine Spur glücklicher war. Und ich selbst war, anstatt täglich in verschiedene Rollen zu schlüpfen.
Nicht nur um die Hüftgegend (ganze fünf Kilo seit Rauchstopp!), sondern auch auf der Seele. Ich bin ziemlich froh drüber, dass es da draußen wen gibt, mit dem ich schlafen könnte, wenn ich wollte.
Ich fühle mich erfolgreich im Moment. Geschäftsessen, "Meetings", Generalversammlung bis spätnachts, der Frühflug nach Wien, die Nacht unter vier Sternen, 1. Klasse zurück, die 200-Euro-Laptop-Tasche, die sein musste und in der Mittagspause geshoppt wurde ...
Nur zuhause frage ich mich manchmal, ob dieses Leben auch zu mir passt. Wenn ich in weißen Dancing-Pants von H&M und dem grauen Kapuzen-Pulli (auch H&M) auf meiner Ikea-Couch sitze und aus meiner Barbapapa-Müslischüssel Spaghetti mit Biopesto esse zum Beispiel. Oder Bier aus der Dose trinke.
Ich frage mich auch, ob ich als Studentin mit fettem Minus am Konto und so ganz ohne 200-Euro-Handtaschen nicht eine Spur glücklicher war. Und ich selbst war, anstatt täglich in verschiedene Rollen zu schlüpfen.
diekolumnistin - 9. Sep, 19:43
Bramasole - 9. Sep, 20:30
ja, das kenne ich. Das hab ich gerade hinter mir.
Die Antwort kannst nur Du selbst geben, und irgendwann kommt der Punkt, wo Du wahrscheinlich mehr Du selbst sein willst, und dann wirst Du Bedingungen schaffen, die das ermöglichen, in welcher Form auch immer. "Alles hat seine Zeit", das gilt immer noch. ;o)
Die Antwort kannst nur Du selbst geben, und irgendwann kommt der Punkt, wo Du wahrscheinlich mehr Du selbst sein willst, und dann wirst Du Bedingungen schaffen, die das ermöglichen, in welcher Form auch immer. "Alles hat seine Zeit", das gilt immer noch. ;o)
diekolumnistin - 9. Sep, 20:54
Ach, meistens gefällts mir ja. Aber es hat sich schon einiges verändert in letzter Zeit - und ich kann rein tempomäßig manchmal einfach nicht mithalten. (Ich mag einfach nicht erwachsen werden, das ist das Hauptproblem.)
Bramasole - 10. Sep, 21:59
das musst Du auch nicht, wetten wir? ;o) Innerlich kannst Du jedenfalls jung bleiben. Und wer weiß, viellicht kommt auch gerade das an und wird zum Vorteil für Dich.
Isicheesy - 11. Sep, 12:44
erwachsen
ich dachte auch immer.. die Leute sind so erwachsen.. aber in wirklichkeit ist kaum wer erwachsen.. ausser natürlich die eigenen Eltern :-)
Wenn man die Person(en) näher kennenlernt kommt man drauf das in iwkrlichkeit niemand erwachsen ist.. jeder ist kind.. mancher mehr mancher weniger, manchmal mehr, manchmal weniger
Wenn man die Person(en) näher kennenlernt kommt man drauf das in iwkrlichkeit niemand erwachsen ist.. jeder ist kind.. mancher mehr mancher weniger, manchmal mehr, manchmal weniger
testsiegerin - 13. Sep, 16:06
Ich mag deine Gedanken. Ich lese sie gern.
Ich reise ja mittlerweile auch immer wieder mal als Referentin zu Tagungen, schlage mir dort im Hotel den Bauch voll und führe Small-Talk. Aber diese Talks sind halt wie der Name schon sagt, schmal.
Und ich sehne mich dann immer nach meinen White-trash-Freundinnen hier, nach Lagerfeuer im verwilderten Garten, nach Katzen auf dem Tisch und all die Kleinigkeiten, die mein Leben ausmachen.
Um die Kohle beneide ich dich. Ganz ehrlich.
Ich reise ja mittlerweile auch immer wieder mal als Referentin zu Tagungen, schlage mir dort im Hotel den Bauch voll und führe Small-Talk. Aber diese Talks sind halt wie der Name schon sagt, schmal.
Und ich sehne mich dann immer nach meinen White-trash-Freundinnen hier, nach Lagerfeuer im verwilderten Garten, nach Katzen auf dem Tisch und all die Kleinigkeiten, die mein Leben ausmachen.
Um die Kohle beneide ich dich. Ganz ehrlich.






Keine finanziellen Sorgen zu haben, ist auf alle Fälle etwas erstrebenswertes.
Aber ich hab heute dieses Zitat entdeckt. Das passt ganz gut:
„Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab....“
Marc Aurel