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Dumm- und Weisheiten

25
Nov
2009

Businessweisheit, eine weitere

Wenn der sonst recht kultivierte Chef irgenwas von einer "Schlampe", die er mit "eingezogenem Schwengel zureiten" will, faselt, ist richtig Feuer am Dach.

23
Nov
2009

...

Arbeiten macht bei weitem weniger Spaß, wenn der Prinz noch im Bett liegt und ausschläft.

2
Okt
2009

Alter!

Dass man alt wird, merkt man daran, dass einem plötzlich Dinge passieren, die sonst nur anderen passieren.
Und daran, dass man plötzlich merkwürdige Dinge tut. Wie Schuhe zum Schuster bringen zum Beispiel.

1
Okt
2009

Businessweisheiten, die dritte

Trau keiner Werbeagentur: Rechtschreibfehler und Allgemeinplätze auf Messetafeln gehören leider zur Tagesordnung. Fast so, als ob das Design die Hauptsache, der Inhalt aber nur Nebensache ist.
Die Lösung: Überstunden, spontane Umtextaktionen und schnell zum Messegelände fahren, um zu sehen, ob sich die Tafel eigentlich montieren lässt.
Also: Trau keiner Agentur, machs lieber selber!

28
Sep
2009

Urlaubsvergesslichkeit

Nach einer Woche Urlaub lässt langsam meine Denkleistung nach. Ich bin jetzt mehr als je zuvor der Meinung, dass man im Urlaub wegfahren muss und nicht zuhause bleiben darf. Das hat was mit Psychohygiene zu tun. Ich habe nämlich nichts getan, außer verdammt viel Zeit in Kaffeehäusern rumzuhängen, Martensteins Kolumnen zu lesen, mich darüber zu ärgern, dass ich fünf Kilo zugenommen habe, zahllose Ich-rauche-nicht-mehr-Zigarillos zu qualmen und zu wohnen.
Wohnen ist ja auch ganz wichtig. Vor allem wenn ich vorhabe, meine vier Wände käuflich zu erwerben. Dennoch hätte es mir gutgetan, im afrikanischen Busch zu chillen, anstatt mit wildfremden Männern bis fünf Uhr morgens in merkwürdigen Bars abzuhängen.
Außerdem räume ich seit über einer Woche meine Wohnung auf, ohne dass es jemals ordentlich würde. Auch der Bügelwäscheberg wird nicht weniger, obwohl ich ständig bügle.
Den Höhepunkt erlebte ich gestern, als ich in der Fitnessstudioumkleide stand und feststellen musste, dass ich außer zwei Handtüchern und meinen Sportschuhen nichts an Equipment mithatte. Nachdem ich wieder nach Hause geradelt war, hatte ich bereits vergessen, dass ich eigentlich Sport machen wollte und ging ins Kino.
Gut, dass ich übermorgen wieder arbeiten darf.

22
Sep
2009

Die Magie der Zahlen

Sie schwebt so ein bisschen über meinen Freunden und mir - diese magische Zahl. Wir sprechen über Partys und Zukunftspläne, so als würde sich was ändern, wegen dieser kleinen Zahl. Ein paar habens schon geschafft, die anderen konnten in dem Moment nur sagen "Was du hast! Es ist ja nur eine Zahl!".
Ja, bald ist es so weit. Ich werde dreißig.
Natürlich ändert sich da nicht unmittelbar etwas, vielmehr merke ich, dass sich jetzt schon langsam etwas ändert. Mir ist die Lust vergangen auf Zeitverschwendereien, ich bin geneigt, mich festzulegen. Niemand hätte das je gedacht.
Gestern saß ich neben meinem Vermieter auf der Treppe. Das war an und für sich schon eine skurrile Situation. Er erklärte mir, dass er vorhabe, meine Wohnung und die darüberliegende zu verkaufen. Anstatt achselzuckend meine Wege zu gehen, dachte ich nach. Ich könnte doch beide Wohnungen ... und renovieren und durchbrechen ... da war doch was mit meiner Lebensversicherung, die eignet sich irgendwie zur Finanzierung von Immobilien ... wo liegen meine Fonds nochmal? wie viel Geld kann ich flüssig machen? und geht mein Bausparvertrag noch bis 2010 oder 2011? wie war das mit der Spekulationssteuer?

Dabei geht es bei solchen Entscheidungen ja nicht nur um finanzielle Verpflichtungen, sondern um etwas viel Wesentlicheres: Eine Wohnung zu kaufen ist eine sehr fixe Bindung eingehen.
Solche Gedanken hat man also plötzlich, wenn man dreißig wird.

13
Sep
2009

Erkenntnisse eines Geschäftsreisenwochenendes

- Im Wiener Cat hört man per Durchsage das für London reservierte "Mind the gap"
-Wien ist anders. Trink niemals Bier in einem Kaffeehaus. Das kostet das Dreifache.
- Die Wiener mögen die Westösterreicher.
- Klarglasduschen mitten im Hotelzimmer machen keinen Spaß, wenn man alleine ist.
- Ich habe mein zukünftiges Ich kennen gelernt. Wenn alles planmäßig verläuft, leite ich in drei Jahren die Kommunikationsabteilung eines großen Tourismusunternehmens, bin eben von der Hochzeitsreise zurück (Bali) und habe beschlossen, keine Kinder zu bekommen.
- Rein theoretisch kann man im Siebten super einkaufen, rein praktisch fühle ich mich da und da doch wohler.
- Ich sehe "keltisch" aus - das meinte zumindest Sascha (groß, gut aussehend, schicker dunkelblauer Nadelstreif, auf dem Weg zum Basketballtraining), der mich auf der Straße anquatschte und mir eine Visitenkarte abnötigte.
- Im Cafe Central sind die Kellner eindeutig zu freundlich. Außerdem sind zu viele Touristen dort.
- Trotz Dutzender Kinos läuft nie dann der Film, den man gerade sehen möchte.
- Meide Samstagnachmittag die Mariahilferstraße!
- Die ÖBB-Business-Lounge in Wien ist leider nicht mit der Lufthansa-Business-Lounge in Tripolis vergleichbar.

7
Sep
2009

Heilung?

Der Trainer zählte immer "five - six - seven -eight", so als ob es kein one-two-three-four und nine-ten gäbe.
Obwohl es richtig brannte, fehlte etwas: Da wurde es mir bewusst: Es fehlt etwas.

Immer wenn etwas schiefgeht, ist es nicht so schlimm, denn dann taucht dieser Geist auf. Dieser scheinbar perfekte Mann, der natürlich nicht perfekt ist, weil das keiner ist. Dieser Mann, bei dem ich das Gefühl hatte, perfekt zu sein und der deswegen perfekt für mich war. Pe.r.fe.kt. Als er mich verließ (oder ich ihn - das weiß man nicht so genau) hatte ich schon diese Angst: Dass ich immer und immer diesem Gefühl nachjage und es niemals finden werde. Weil es nicht existiert. Es war eine Lüge - ganz objektiv betrachtet. Und doch die reine Wahrheit - ganz subjektiv betrachtet.
Ich kann ihm nichtmal böse sein, dass er dieses Gefühl in mir hervorrief und dann einfach ging (oder mich gehen ließ).
Aber aus irgendeinem Grund denke ich, dass alleine diese Erkenntnis schon Heilung bedeutet. So als wäre ich krank.

3
Sep
2009

Sperrzone

Nach jeder schwierigen Phase im Leben kommt der Punkt, an dem man die leeren Bierflaschen wegträgt, den Aschenbecher am Balkon leert (ja, ich hab aufgehört, ich weiß!), die Schmutzwäscheberge wäscht, die Bügelwäscheberge bügelt, Cola light und Weißwein einkühlt und den Staubsauger auspackt.
Die Wohnung wieder "gästefein" machen nennt man das.
Das wäre zumindest der Plan für heute Abend.

31
Aug
2009

Erkenntnisse, die x-te

Im Leben läuft alles viel leichter, wenn man einen Ex-Freund hat, an den man sich im Kino anlehnen kann, der Bier und Kürbiskerne mit Salz besorgt und der mir erklärt, dass alle Männer, die meine Perfektion nicht erkennen, selbst schuld seien.

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