Date Review
Wir waren zu fünft im Abteil. Auf meinen Lippen war noch Rotwein und ich lächelte etwas verklärt vor mich hin - die blonde Mittvierzigerin mir gegenüber sah es und lächelte auch. Dabei überlegte ich kurz, ob ich nicht eigentlich weinen sollte, das hätte auch zur Situation gepasst.
Ich fuhr gerade 200 Kilometer zurück. Der Nachhauseweg von meinem Date führte durch dunkle Wälder und kleine Städte. Das Handy zeigte nichts als Roaming-Infos, klar - bei seinem Handy ist der Akku leer, das wusste ich.
Wir waren uns nach 9 Stunden Kaffeetrinken ("Bist du auch so kaffeesüchtig wie ich?), spazieren gehen ("Das machen heute alle bei diesem Wetter"), auf den Turm fahren ("Du findest mich aber nicht doof, weil ich so ein Touri-Ding geplant habe?"), Ausstellung verpassen, weil zu viel gequatscht ("Dann musst du eben bald wiederkommen, ja?") und Rotwein trinken ("Ja, ich mag im Winter auch gerne diese öligen, schweren Weine") ein Riesenstück nähergekommen.
Wir standen dann irgendwie hilflos am Bahnsteig, er genauso wie ich, beide kussunfähig, beide traurig, unschlüssig, wie es weitergeht.
Als ich schließlich nach Hause kam, spürte ich ganz deutlich, dass sich etwas verändert hatte, seit dem Zeitpunkt, als ich die Wohnung verließ.
Ich fuhr gerade 200 Kilometer zurück. Der Nachhauseweg von meinem Date führte durch dunkle Wälder und kleine Städte. Das Handy zeigte nichts als Roaming-Infos, klar - bei seinem Handy ist der Akku leer, das wusste ich.
Wir waren uns nach 9 Stunden Kaffeetrinken ("Bist du auch so kaffeesüchtig wie ich?), spazieren gehen ("Das machen heute alle bei diesem Wetter"), auf den Turm fahren ("Du findest mich aber nicht doof, weil ich so ein Touri-Ding geplant habe?"), Ausstellung verpassen, weil zu viel gequatscht ("Dann musst du eben bald wiederkommen, ja?") und Rotwein trinken ("Ja, ich mag im Winter auch gerne diese öligen, schweren Weine") ein Riesenstück nähergekommen.
Wir standen dann irgendwie hilflos am Bahnsteig, er genauso wie ich, beide kussunfähig, beide traurig, unschlüssig, wie es weitergeht.
Als ich schließlich nach Hause kam, spürte ich ganz deutlich, dass sich etwas verändert hatte, seit dem Zeitpunkt, als ich die Wohnung verließ.
diekolumnistin - 1. Nov, 23:39




